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Exhibitions

Dozentenausstellung
Dozentenausstellung
Thomas Anschütz, Eva Bertram, Bertram Kober, Bodo Müller,
Eva Maria Ocherbauer, Arne Reinhardt, Marc Volk.

Eröffnung: Freitag, 2. Dezember 2011, 19 Uhr
3. Dezember 2011 – 27. Januar 2012, Mittwoch – Sonntag 14-19 Uhr
Forum der Neuen Schule für Fotografie Berlin, Brunnenstr. 188-190, 10119 Berlin
Vom 22. Dezember 2011 – 3. Januar 2012 bleibt die Ausstellung aufgrund der Weihnachtsferien geschlossen.


Die erste Dozentenausstellung an der Neuen Schule für Fotografie Berlin zeigt fotografische Arbeiten der Fach- und Praxisdozenten. Sie ist eine Momentaufnahme in der Kontinuität der Lehre und dem Schaffen der Dozentinnen und Dozenten. Ihre gemeinsame Aufgabe ist die Lehre an einer Institution, die nun bald fünf Jahre in der Brunnenstraße in Berlin-Mitte angehenden Fotografinnen und Fotografen ein Studium der Fotografie anbietet. Zur Ausbildung gehören fünf grundlegende Bereiche: Grundlagen der Gestaltung, Technikunterricht analog und digital, Fachunterricht Fotografie, Fotografische Praxis und Geschichte und Theorie der Fotografie.



Bodo Müller, Kellerkopf, 2011

Der Beginn der Ausbildung beinhaltet die gestalterische Arbeit mit unterschiedlichen Materialien und Farben unter Anleitung von Bodo Müller. Er zeigt den Studierenden Wege auf, das subjektiv Wahrgenommene in einer adäquaten Form wieder zu geben. In seiner eigenen fotografischen Arbeiten scheinen ihm die besten Bilder diejenigen zu sein, die sich jeglicher Erklärung durch Worte entziehen.




Thomas Anschütz, Naglfar (aus der Serie Bhoot), 2010/11

Thomas Anschütz
ist auf digitale Fotografie spezialisiert und lehrt Theorie und Praxis digitaler Bildbearbeitung. Fotografisch Natur interpretieren bedeutet für ihn die inhärenten Strukturen durch Schwarzweißbilder zu klären. Zum Vorschein kommen subtile ästhetische Formenwelten.




Marc Volk, Enclosures (aus der Arbeit Neglected), 2011

Marc Volk
, Fachdozent an der Neuen Schule für Fotografie, erreicht ähnliche Konstellationen mit seinen Bildern, allerdings über eine Verfremdung des Wirklichen durch den Negativdruck. Erst beim genauen Betrachten wird deutlich, dass es sich um Tiergehege handelt. Wer ist innerhalb und wer außerhalb des Käfigs? Nicht nur die Bildtechnik folgt der Inversion, sondern ebenso könnte unser Verhältnis zu den Tieren damit gemeint sein.




Eva Maria Ocherbauer, THE PARK, work in progress

Die Spuren lassen sich weiter verfolgen. Eva Maria Ocherbauer, Dozentin für den Fachunterricht, präsentiert Bilder aus der Serie THE PARK. Natur verwandelt in einen Park impliziert künstliche Bearbeitung im Alltag und in diesem Fall in der digitalen Bearbeitung der Fotografien. Die lange Tradition der Landschaftsmalerei ist ein Reservoir ästhetischer Konzepte, die sich heute zu komplexen ästhetischen Strukturen verdichten lassen.




Eva Bertram, o.T. (Excerpts), 1990-2011

Eva Bertram
ist eine konzentrierte Beobachterin, die besonders Alltägliches in seiner prozesshaften, unsicheren Konstituierung registriert und reflektiert. Als Dozentin für den Fachunterricht versucht sie, die fotografische Interpretation der Wirklichkeit als unmittelbare Gestaltung des Wahrgenommenen zu vermitteln. So sind auch ihre Arbeiten Darstellungen der Wirklichkeit, die immer schon als Bild gesehen wird. Sie schafft kleinste Differenzen zu den Bildern der Wirklichkeit: Sie schafft Poesie.




Bertram Kober, Transmission, 2010

Bertram Kober
, Dozent für den Fachunterricht, geht es in seiner künstlerischen Arbeit um soziale, politische und kulturelle Verhältnisse und darum, wie sie die Welt formen. Mit seinen Bildern von Sende- und Empfangs-anlagen zeigt er nicht nur deren monumentale Anmutung und die skulpturale Ästhetik sondern verweist auf die Allgegenwärtigkeit der Wellen, mit deren Hilfe Alles gesendet und empfangen, belauscht und weitergereicht werden kann. Das Netz überlagert jeden Ort, Informationen sind überall erreichbar, und wir damit auch.




Arne Reinhardt, Leben!, 2010-2011

Arne Reinhardt
unterrichtet digitale und analoge Technik und betreut die digitale Druckwerkstatt der Neuen Schule für Fotografie. Großen Wert legt er darauf, technische Voraussetzungen und Möglichkeiten als Grundlagen zur Verwirklichung von Bildideen und nicht als Selbstzweck zu verstehen. Dies zeigt sich auch in seinen Porträts: Mit Hilfe der Kamera zeigt er unverstellte Natürlichkeit, wie sie im kindlichen Wesen noch sichtbar ist. In den Bildern treffen Kraft und Zerbrechlichkeit aufeinander. Fragen nach dem Wesentlichen des Lebens werden berührt.